Das FlipChart ist nach wie vor ein sehr wirkungsvolles Medium vor kleinerem Publikum (> 20 Personen). Aus Trainings und Seminaren ist es nicht wegzudenken.
Macht es auch Sinn bei PowerPoint-Präsentationen?
Oft wird am Ende einer Präsentation die Zeit knapp, das Publikum schaut schon auf die Uhr oder die Energie lässt merklich nach. So wird der Abschluss verschenkt.
Doch was Sie zuletzt sagen, bleibt am meisten hängen, wirkt am meisten nach, emotional wie rational! Am Schluss haben Sie die Chance, die wesentlichen Kernaussagen noch einmal eindringlich zusammenzufassen, den großen Bogen zu spannen, auf den Punkt zu kommen und eine Botschaft, einen Appell an das Publikum zu richten.
Der Schluss wird schon bei der Gestaltung vernachlässigt: die meiste Mühe wird auf einen guten Einstieg und die Argumentation verwendet. Oder das Timing funnktioniert nicht, was letzten Endes auch an der Vorbereitung liegt.
Bereiten Sie das abschließende Fazit immer besonders vor, inszenieren Sie den Abschluss Ihrer Präsentation. Zur Vorbereitung gehört auch ein genaues Zeitmanagement.
Immer noch weit verbreitet, auch wenn es in jedem Ratgeber/Seminar in die Mottenkiste gesteckt wird:
Die Abschlussfolie „Danke für Ihre Aufmerksamkeit”.
Unbewusste Botschaft: Uff - bin ich froh, dass es vorbei ist.
Nicht schreiben, sondern mit Ihrem gewinnendsten Lächeln zu den Zuhörern sagen.
Und:
Zeigen Sie während Ihres Resumees keine Folien mehr, lassen Sie nichts mehr zwischen sich und das Publikum. Ausnahme: ein Bild, ein Slogan, das Ihr Fazit auf den Punkt bringt.
PowerPoint-Folien machen nur Sinn, wenn sie ihren Zweck erfüllen:
- als Vortragsfolien die Ausführungen des Referenten unterstützen
- als Handout die Aussagen des Referenten in Erinnerung rufen
- als Online-Präsentation einen aussagekräftigen Überblick geben
Werden PowerPoint-Folien zugleich als Vortragsfolien und Handout genutzt, sind sie normalerweise als Handout zu wenig selbsterklärend und als Vortragsfolien bieten sie zu viel Lesestoff für die Zuhörer mit allen negativen Auswirkungen. Um eine Anpassung kommen Sie meist nicht herum, wenn Handout und Vortragsfolien ihren Zweck erfüllen sollen.
Es gilt jedoch: Je besser die Vortragsfolien Ihre wesentlichen Aussagen vermitteln, desto weniger Anpassung brauchen Sie!