Keine Ente, sondern wahr: die von dem Rhetoriktrainer Matthias Pöhm gegründete Partei schaffte die Zulassung zu den Herbstwahlen im Kanton Zürich. Dazu waren 400 Unterschriften erforderlich, 800 konnte die Minipartei, APPP abgekürzt, sammeln. Ziel der Partei ist, gegen langweilige PowerPoint-Präsentationen vorzugehen. Ziemlich unwahrscheinlich, dass Powerpoint genug Wähler so reizt, dass sie der Partei ihre Stimme geben, um die 3 % Hürde zu schaffen.

  • Geschickte Werbekampagne von Matthias Pöhm - für Matthias Pöhm!

Als Lösung für das PowerPoint-Problem nennt Matthias Pöhm das Flipchart.

In der Tat, Flipchart-Vorträge gelten als persönlicher und lebhafter. Automatisch macht der Referent sich viel mehr Gedanken, wie er sein Thema vermitteln könnte und was er auf das Flipchart zeichnen wird. Er konzentriert sich eher auf die wesentlichen Aussagen und wird konkreter und verständlicher. Nicht das Flipchart ist das Geheimnis, sondern die andere Herangehensweise.

Nur - in der Praxis überwiegen auch hier: Aufzählungen, unleserliche Schriften, Kritzeleien oder unsystematische Aufteilungen, so dass nichts mehr zu erkennen ist, eben eine Mischung aus unwirksamem Vortragsaufbau, mangelnder Prägnanz beim Zeichnen und nicht gekonnter Kombination von Rhetorik und visueller Darstellung.

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Matthias Pöhm zeigt zwei Videos und präsentiert seinen Umgang mit dem Flipchart. Das sieht so einfach und leicht aus, ist es jedoch nicht. Dazu muss erst mal die Kernaussage da sein, der Aufbau der Rede geschaffen, die Rhetorik geübt und dazu die Zeichnung so prägnant gelingen.  

Bei Matthias Pöhm wirkt das natürlich toll - klar, er macht ja nichts anderes.

Die meisten Referenten halten nur gelegentlich Vorträge, ihre Kernkompetenz ist oft weit davon entfernt. Zeit ist auch knapp, da werden Präsentationen erst in den letzten Tagen “hingeschustert” oder von jemand gemacht, der keinerlei Bezug zum Inhalt hat. Ein fulminanter Flipchart-Vortrag braucht in der Regel wesentlich mehr Vorbereitung, mehr Training, stimmigeres Zusammenwirken der Faktoren: mit PP geht es immer irgendwie, mit Flipchart gerät ein Vortrag schnell unbeholfen und “mickrig”.

Es wird nun schon so lange gegen PP gewettert, Hunderte von Büchern, Tausende von Seminaren und Beratungsstunden haben es nicht geschafft, die Einstellung zu PP zu ändern. Immer noch beherrschen überfrachtete Layouts (gerade große Unternehmen rücken nicht davon ab - hat ja auch so viel gekostet), Bullet Points, Aufzählen, überladene, unleserliche, den Referenten knebelnde PowerPoints die Präsentationslandschaft.

Immer noch sind gefühlte - oder tatsächliche - 98,5 % der Präsentationen die langweilige Machart. In den letzten 5 Jahren hat sich nur sehr wenig geändert. Und da soll das gute, alte Flipchart, das viel höhere Ansprüche an das Präsentations-Knowhow und die Vorbereitung stellt,  eine Revolution bewirken?

Ich würde es mir wünschen - und Matthias Pöhm ein paar Sitze im Kantonsrat Zürich !

Sein Buch Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon” ist nach wie vor sehr empfehlenswert, Pflichtlektüre für alle Präsentierer. Es gibt eine neue Auflage (2011), bei älteren Auflagen finden Sie mehr Rezensionen. Es ist keine Anleitung für die Gestaltung von Präsentationen, beeinflusst die Einstellung zur Gestaltung von Präsentationen ganz erheblich und schärft den Blick für das Wesentliche.

Wie so oft: die Presse schnappt was auf, die Meldung läuft über die Nachrichtendienste, und das Publikum bekommt immer den gleichen Aufguss serviert. Kein ganzes Tortenstück, sondern nur eine beliebige Schicht… die vermittelt zwar kein falsches, doch zu einseitiges Bild. Vor allem wenn die eigene Pressestelle auch in diese Kerbe haut.

Deshalb unbedingt das Podcast-Interview von D-Radio Wissen mit Prof. Dr. Nieke anhören. Das Podcast gibt einen weit differenzierteren Einblick in die Studie.

Anmerkung:

Die Annahme, dass es in der Wirtschaft nur aufs Branding ankomme, also nur darauf, Unternehmen und Produkte/Leistungen in die Köpfe zu bringen, greift zu kurz. Auch in der Wirtschaft wollen Zuhörer interessante, leicht verständliche, anregende und unterhaltsame Vorträge und keine langatmigen und schwer verdaulichen Bullet-Point-Überfrachtungen. Ist doch logisch, oder?

Endlich nimmt die deutsche Wissenschaft den PowerPoint-Vortrag unter die Lupe. Bisher konnten wir nur auf  US-Forschungsergebnisse wie zum Beispiel von Richard E. Mayer und Swellers über den Einsatz von Multimedia zurückgreifen. Wissenschaftler der Universität Rostock, unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nieke, haben jahrelang beobachtet, dass nach PowerPoint-Vorträgen am wenigsten hängen bleibt. Zu viele Effekte, Animationen lenken die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Form um. Bei Vorträgen mit Overhead-Projektor oder ohne visuelle Untermalung sei der Lerneffekt wesentlich besser. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um die Ergebnisse wissenschaftlich verwerten zu können.

Lesen Sie dazu die Pressemeldung der Universität Rostock.

Auch in der Wirtschaft wird PowerPoint heftig kritisiert. Auch hier sollen Hörer “lernen”, Referenten wollen mit ihren Vorträgen etwas bewirken, motivieren und anregen, Inhalte sollen sich einprägen und nachhaltig an den Referenten und seine Ideen und Ziele erinnern.

 death-by-pp.png    

Die Ursachen für den “Death by PowerPoint” sind bekannt: mit Inhalten überladene Folien.

Zu überladenen Folien kommt es, wenn - wie üblich - der Vortrag in PowerPoint ausgearbeitet wird. Dann steht nämlich der Vortragsinhalt auf den Folien, es kommt zur Überfrachtung und Redundanz von gesprochenem und geschriebenem Wort. Beides wird dem Publikum synchron serviert, es wechselt zwischen Lesen und Hören (”Lesezwang vor Zuhörzwang”). Zudem liest es Inhalte, über die der Referent noch gar nicht spricht - das kostet Spannung, er hechelt dem Informationsstand des Publikums hinterher. 

Das alles zusammen ist der Garant für die schnelle Ermüdung und das Abschalten des Publikums, die amerikanischen Forschungsergebnisse bestätigen die Beobachtungen in der Praxis.

Jedoch:  

Für diese Wirkung ist nicht PowerPoint verantwortlich, sondern die unsachgemäße Verwendung dieses Visualisierungsmediums als Dokumentation des Vortrags. Denn PowerPoint sind nur weiße Blätter.

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Lesen Sie zur Studie auch den ausführlichen, kritischen und sehr treffenden Beitrag im Lehrerfreund

Eine Anmerkung: Der Verfasser (nicht genannt) meint,

  • das Redundanzprinzip gelte nur für hoch komplexe Vorträge,
  • der wahre Grund für die Studienergebnisse sind schlechte Präsentations-Angewohnheiten

1. Die Redundanzregel gilt für alle Vorträge mit Visualisierung, gleich ob einfach oder komplex, ob mit PowerPoint, Overhead, Flipchart und dergleichen. Gerade bei Alltagsthemen kicken langweilige Textfolien den Referenten ganz schnell aus dem Geschehen. Hier ist Vortragen ohne PP die bessere Wahl. PowerPoint wird zum Störfaktor, wenn es den Kommunikationsfluss stört, es darf nur im Hintergrund wirken, zum Beispiel durch Bilder. Im übrigen werden Vorträge von den Zuhörern immer als komplexer empfunden als vom Referenten, weil ein beträchtlicher Wissensunterschied besteht und die meist abstrakten und zu wenig konkreten (anschaulichen) Schilderungen vom Gehirn erst konkretisiert werden müssen.

2. Die genannten schlechten Angewohnheiten sind lediglich ein Synonym für das Redundanzprinzip beziehungsweise die Folgen dieses Präsentationsstils. ++

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Zurück zum guten alten Overhead-Projektor?

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Sein Flair ist doch etwas vorsintflutlich, wer will schon zum umständlichen Nesteln und Schieben der Folien zurück?

Was unterscheidet eigentlich einen Overhead-Vortrag von einem PowerPoint-Vortrag?

Der Unterschied liegt vor allem in der Vorbereitung, genau wie bei Vorträgen mit Flipchart oder Whiteboards: auf die Folien passt nicht so viel und die Referenten machen sich automatisch zuerst Gedanken darüber, was sie und wie sie es vermitteln wollen.  Bei den Folieninhalten beschränken sie sich eher auf das Wesentliche (leider sind auch auch Overhead-Folien oft zu überladen, zu komplex und/oder unleserlich). Im Vortrag sprechen die Referenten beim Zeigen und Bearbeiten der Folien mehr mit dem Publikum.

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Wie erreichen Sie die bestmögliche Wirkung mit einem PowerPoint-Vortrag?

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1. Schritt

Machen Sie immer zuerst das Konzept für Ihren Vortrag (Ziele, Zweck, welche Probleme will ich lösen bzw. Fragen beantworten) und legen Sie die Struktur und Ihre wesentlichen Aussagen fest. Stellen Sie sich dazu Ihre typischen Zuhörer vor und versetzen Sie sich in ihre Denkweise und wie sie ans Thema herangehen könnten.

2. Schritt

Erst wenn Sie dieses Konzept haben, nehmen Sie sich PowerPoint vor und überlegen, was Sie visualisieren wollen. Visualisieren heißt, dass Sie Ihre Ausführungen anschaulicher und konkreter machen, dass Ihr Zuhörer ein Bild mitnimmt. Bilder bleiben mehr als Worte haften, deshalb ist Visualisierung äußerst nützlich. Setzen Sie Folien nur zum Hervorheben, Erklären und für die rechte Gehirnhälfte (Emotionen) ein. Auf die Folien gehören die wesentlichen Aussagen, die der Zuhörer mitnehmen soll (gewöhnlich steht die ganze Argumentation da).

Hervorheben: der Akzent soll auf einen Blick wahrnehmbar sein, der Folieninhalt wirkt eher unbewusst im Hintergrund. Keine Sätze (= kein Lesestoff für Zuhörer), nur Schlagworte, wenn möglich Bilder/Grafiken. Setzen Sie keine Argumente auf die Folie, sondern nur die Botschaft, die hängen bleiben soll.

Erklären: verwenden Sie dazu möglichst Grafiken und bauen Sie sie schrittweise, immer synchron zum Vortrag, auf.

Emotion: Stimmungen, Probleme, Menschen, Orte lassen sich viel eindringlicher durch Bilder, Sachverhalte in Grafiken zeigen. Bilder sichern auch die Balance zwischen Spannung und Anspannung.

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Resümee: ein wissenschaftlicher “Beleg” für die ineffiziente und negative Wirkung der herrschenden Verwendung von PowerPoint ist lange überfällig und kann beitragen, den Umgang mit PowerPoint und die vorherrschende Präsentationskultur zu revolutionieren. Die Alternative des nach den Prinzipien der Visualisierung und Kommunikation (siehe unten) erstellten PowerPoint-Vortrages darf in der Untersuchung jedoch keinesfalls fehlen.

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Die 6 Prinzipien erfolgreicher Kommunikation

Erfolgreiche Vorträge sind nicht nur Vermittlung von Wissen, sondern in erster Linie Kommunikation von Mensch zu Mensch. 2 Wissenschaftler aus den USA haben festgestellt, dass jede Art erfolgreicher Kommunikation immer auf 6 Prinzipien basiert:

  • wesentlich d.h. die wesentlichen Aussagen, die Kernbotschaft wird einprägsam vermittelt - der übliche aufzählende Präsentationsstil erreicht dieses Ziel nicht (wir merken uns nur ca. 10 - 15 % eines Vortrages)
  • konkret d.h. abstrakte Schilderungen sind zu konkretisieren. Neue, abstrakte Informationen werden besser vom Gehirn verarbeitet, wenn sie in einen konkreten Kontext, ein “Bild”,  gesetzt werden oder Menschen darin agieren.
  • emotional ein weites Feld, nur ein Beispiel: den Vortrag auf der Gedankenwelt, der Wortwahl des Publikums aufbauen, um es einzubeziehen und anzusprechen
  • interessant zum Beispiel unerwartete Wendungen  
  • glaubwürdig
  • Geschichten Menschen lassen sich eher von Geschichten als von Daten und Fakten fesseln

Erforscht haben dies 2 Brüder, Chip und Dan Heath. Chip Heath ist Professor für Organizational Behaviour an der Graduate School of Business der Stanford University. Dan Heath ist Unternehmensberater und an der Harvard Business School wissenschaftlich tätig. Nachzulesen ist alles im empfehlenswerten Buch “Was bleibt”, Hanser-Verlag. 

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Die 5  wichtigsten Visualisierungsprinzipien (nach Prof. Dr. Richard Mayer, University of California):

Visualisierungsprinzipien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss noch ein paar weniger ernste Betrachtungen zum Thema

Was unterscheidet Prezi (Presi gesprochen) von PowerPoint & Co?

Sie sehen es auf den ersten Blick:

Es gibt keine Folien, sondern nur eine einzige Oberfläche, in der Prezi wie eine Kamera zoomen und schwenken kann. Die Inhalte werden in Rahmen  angeordnet, vergleichbar mit einer Mindmap. Sie können Texte reinschreiben und Bilder, Grafiken, pdf-files, Audio-Dateien oder Videoclips hochladen. Die pdf-files (Word, Excel, PowerPoint) erscheinen geöffnet auf der Fläche, können in der Gesamtansicht “klein” gemacht und dann bei Bedarf angezoomt werden.
In der Präsentation werden die Inhalte dann in der vorher durch einen Pfad (”Path”) bestimmten Reihenfolge durchgeklickt. Navigiert wird mit der Maus, den Pfeiltasten oder dem Presenter. Zwischendurch können Sie beliebig manuell navigieren, zum Beispiel die Gesamtansicht aufrufen, einzelne Objekte anzoomen und stark vergrößern. 

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Bei der nachfolgenden Präsentation sind die Themen zum Beispiel in einer Glaskugel angeordnet. Dazu wird einfach ein Bild hochgeladen und entsprechend vergrößert.

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Sie sehen verschiedene Rahmen: runde, eckige, dunkle Felder. Die Rahmen sind die Orientierung für den frei wählbaren “Path” und bestimmen die Reihenfolge sowie den jeweiligen Bildausschnitt. Es gibt auch ”hidden frames”, wenn Sie nicht wollen, dass die Rahmen in der Präsentation sichtbar sind.

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Für welche Präsentationen ist Prezi besonders geeignet?

  • Präsentationen, die Besprechungen, Workshops und Schulungen begleiten
  • interne Präsentationen
  • mit Inhalten, die sich aufeinander aufbauen
  • kurze, unkonventionelle Präsentationen
  • Präsentationen mit vielen Bildern und Schlagworten

Bei längeren Präsentationen könnte das Zoomen einfach nur noch nerven. Die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich, bei kurzen Präsentationen jedoch überwiegend positiv (”belebend”). Wie stark gezoomt, geschwenkt wird, können Sie lenken: je schräger Sie ein Bild oder einen Text zum vorangegangenen stellen, desto schwungvoller fällt der Schwenk aus.

Welche besonderen Anforderungen stellt Prezi?

Die Bedienung von Prezi ist verblüffend einfach und intuitiv, die Funktionen im Vergleich zu PowerPoint stark eingeschränkt, das gewohnte Layout entfällt. Die Arbeitsfläche von Prezi ist eine Drehscheibe, mit den Buttons “Show, Path, Frame, Insert, Colours” werden die verfügbaren Funktionen ausgewählt.

 Prezi Arbeitsfläche

Mehr Kopfzerbrechen machen der Aufbau der Präsentation, die Anordnung und Verknüpfung der Themenbereiche. Während PowerPoint dazu verführt, Inhalte linear “aufzuzählen”, Folien mit Texten und komplexen Grafiken zu überladen (was zum allzu bekannten Langeweile-Effekt führt)  toleriert Prezi  keine Überladung. Wegen der fließenden Verknüpfung der einzelnen Inhalte ist man viel eher gezwungen, einem roten Faden zu folgen und eine Geschichte aufzubauen. Im Gegensatz zu PowerPoint fordert und fördert Prezi Kreativität und Ideen. Probieren Sie es einfach mal aus, Sie werden selbst überrascht sein, wie kreativ Sie sind!

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  • WICHTIG

Planen Sie den Aufbau Ihrer Präsentation (mit Mindmap oder einfach mit Papier und Bleistift) und die Anordnung unbedingt, bevor Sie mit Prezi beginnen.

Was kostet Prezi?

Es gibt 3 Versionen: kostenlos, für 59 $ und für 159 $ pro Jahr.

Alle Versionen bieten denselben Funktionsumfang und können offline präsentiert werden. Offline bearbeitet werden kann jedoch nur die Version zu 159$.

Die Präsentationen der kostenlosen Version liegen öffentlich auf dem Server. Prezi wirbt mit seinem Logo. Bei der 59$-Version können Sie die Präsentation auch “privat” bearbeiten beziehungsweise nur Ihrem Team zugänglich machen. Der Speicherplatz beträgt bei der kostenlosen Variante 100 MB bzw. 500 und 2000 MB bei den kostenpflichtigen. Klingt viel, die Präsentationen sind jedoch im Vergleich zu PowerPoint sehr schwer, die kleine “Glaskugel”-Präsentation hat schon 19 MB. Prezi-Präsentationen sind also zum Versenden nur bedingt geeignet, können jedoch problemlos in Blogs, Newsletter usw. eingebettet werden.

Wie werden Sie mit Prezi am schnellsten vertraut?

Schauen Sie die Präsentationen auf Prezi an, am besten zuerst die von Prezi selbst. Unter “Explore” finden Sie nämlich auch jede Menge Präsentationen, wie man Prezi nicht anwenden soll, hier zum Beispiel. Einfach nur die PowerPoint-Folien in Prezi hochladen, bringt keinen Mehrwert.

Prezi bietet jede Menge Tutorials, die Videos sind ausführlicher als die Sheets, alles leider nur in Englisch. Ich habe ein wirklich tolles Video in deutscher Sprache auf www.vidorial.com gefunden, in kleinsten Schritten gezeigt und erklärt:

Kein Präsentationsbuch wird häufiger zitiert als “Zen oder die Kunst der Präsentation” von Garr Reynolds, wenn es um wirkungsvolles Präsentationsdesign geht.  Hinter der Philosophie von Garr Reynolds steckt jedoch mehr als schönes Foliendesign, es geht um die Verstärkung der Wirkung durch Vereinfachung nicht nur bei der Visualisierung, sondern auch im Vortrag.

In diesem Webinar erfahren Sie, wie Sie die üblichen “Bullet-Point”-Präsentationen in “Zen”-Präsentationen verwandeln.

Achtung:

Kostenfreier Einwahllink nur über

 http://www.smile2.de/start/S1330

Sie haben zu diesem Termin keine Zeit?

Kein Problem. Melden Sie sich trotzdem an, dann haben Sie Zugang zur Aufzeichnung des Webinars.

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INHALT

Warum Zen-Präsentation erfolgreicher sind als “Bullet-Point”-Präsentationen

  • Wie Sie die Wirkung Ihrer Präsentation steuern
  • Welches Know-how Sie für die Erstellung einer Zen-Präsentation brauchen
  • Warum Sie Zen-Präsentatiaon auch als Nicht-Designer gestalten können
  • Wie Sie Zen-Präsentationen erstellen

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Das Unternehmen ist mit dem Zertifikat audit berufundfamilie - Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie - ausgezeichnet worden. Die sich daraus ergebenden Handlungsfelder und die erforderlichen Maßnahmen sollen verschiedenen Gruppen im Unternehmen präsentiert werden.

Der Zweck der Präsentation war:

  • einen Überblick zu geben und den unterschiedlichen Wissensstand zu nivellieren
  • die neue Unternehmensphilosophie nachhaltig in den Köpfen zu verankern und zu leben
  • die erforderlichen Maßnahmen zu aktivieren

Ein aufwändiger Flyer, der nach der Präsentation verteilt werden sollte, lag bereits vor.

Ausgangssituation

Die Folien der Präsentation zeigten nacheinander die Handlungsfelder - siehe Mindmap1 - mit den jeweiligen vorhandenen und zukünftigen Maßnahmen. Die Referentin empfand diese aufzählende Darstellung als „langweilig” und wünschte sich „spannende und anregende” Folien.

Aufgabe

Folien können nicht spannender und anregender sein als der Vortrag. Also musste zuerst die Struktur des Vortrags geändert werden und das bedeutete: weg von der Aufzählung der Handlungsfelder. Fünf  Handlungsfelder plus zahlreiche Maßnahmen sind zu komplex, professionelle Vortragstechnik arbeitet immer mit höchstens drei Kernthemen (Kernargumenten, Kernfragen, Botschaften). Grund: (bis) 3 Dinge lassen sich am besten erzählen, miteinander vergleichen und gegenüberstellen und bleiben am besten im Gedächtnis haften.

Wegen des Flyers (Beschreibung der Handlungsfelder) und der vorhandenen Vorinformation sollten die Handlungsfelder jedoch sofort wieder erkennbar sein, eine Neugestaltung war deshalb nicht erwünscht. Weiter sollten die Folien möglichst für alle Zielgruppen verwendet werden können.

Wie würden Sie die Präsentation nach diesen Vorgaben gestalten?

Lesen Sie weiter:

Den ganzen Beitrag lesen…

Selten liegt es am Thema oder dem Inhalt der Präsentation, wenn das Interesse des Publikums zu schnell nachlässt und die Kommunikation zwischen Referent und Publikum nicht fließt. Verantwortlich dafür ist die Aufbereitung des Inhaltes: zu themenbezogen, zu komplex, zu viele Informationen, zu wenig Verbindung mit den Interessen und der Gedankenwelt des Publikums.    

Was erwartet das Publikum? Wenn es sich die Zeit nimmt für einen Vortrag, will es diese Zeit anregend, unterhaltsam und weiterführend erleben. Es will einen übersichtlichen Einblick in mehr oder weniger fremdes Expertenwissen mitnehmen, die  Quintessenz des Vortrags soll nachhaltig hängen bleiben. Sollen die Zuhörer für Ideen oder Produkte gewonnen werden, wollen sie vor allem wissen, was es ihnen bringt.

In diesem Beitrag lesen Sie einige Tipps, was Sie tun können, um Ihre Präsentation

  • klar und übersichtlich
  • anregend und unterhaltsam
  • gewinnend

zu gestalten und Ihre Präsentationsziele besser erreichen.

1. Schritt: Inhalte publikumswirksam strukturieren

Publikumswirksam strukturieren hat wenig zu tun mit der Gliederung, die wir von schriftlichen Dokumentationen kennen. Für Präsentationen sind diese Art Gliederungen nicht geeignet. Vortrag ist Kommunikation, es gelten andere Regeln: etwas sofort-verständlich vermitteln und Menschen für etwas gewinnen.

Fragen Sie also nicht: welche Informationen muss ich vermitteln, damit ich meine Ziele erreiche? Fragen Sie: was interessiert mein Publikum wirklich, was ist relevant und wie kann ich es zur Reaktion motivieren?

Versetzen Sie sich in die Gedankenwelt und die Wortwahl Ihrer Hörer

  • was interessiert/brauchen sie, welche Probleme wollen sie lösen, welche Fragen stellen sie
  • warum interessiert/brauchen sie das, was bringt es ihnen,
  • wie brauchen sie es/was wollen sie darüber wissen/was hilft ihnen weiter?

Nehmen Sie sich für diese Vorüberlegungen viel Zeit: je treffender Ihr Ergebnis ist, desto zielorientierter werden Sie Ihren Vortrag aufbauen und desto erfolgreicher wird Ihre Präsentation sein.
 

Für die Grundstruktur Ihres Vortrages brauchen Sie fünf Sätze:

  • 1. Satz: Beschreiben Sie allgemein, was Ihren Zuhörer bewegt
  • 2. Satz: Beschreiben Sie allgemein, was Ihre Antwort, Ihre Lösung dafür ist
  • 3. bis 5. Satz: Führen Sie 3 Argumente auf, warum Ihre Lösung/Antwort die bestmögliche Lösung/Antwort für Ihr Publikum ist. Diese drei Kernargumente oder Kernaussagen sind die „Überschriften” für die dazugehörigen Argumentationsblöcke.

Die beiden ersten Sätze sind die Basis für Ihre einführenden Worte und zugleich Aufhänger und Motor für den Argumentationsteil. Die Kernaussagen sind die Basis für Ihre Argumentation, die je nach Vortragslänge beliebig vertieft wird.

Die komplette Struktur umfasst je nach Präsentationsziel 10 - 12 Sätze plus Stichpunkte für die zugeordneten Argumente. Diese wenigen Sätze prägen sich leicht ein, der Redner kann frei reden, ohne den roten Faden oder das Timing aus den Augen zu verlieren.

Die Vorteile dieser Struktur liegen auf der Hand: klare Gedankenführung und die Verbindung der Zuhörerinteressen mit Ihren Zielen. Die Argumentation ist übersichtlich und verständlich in Blöcken geordnet. Sie kommen immer wieder auf den Punkt, erklären, kommen wieder auf den Punkt: die Struktur prägt sich auch bei den Hörern ein. Sie schützt vor Aufzählung und Komplexität, ermöglicht angeregtes Erzählen und individuell abgestimmtes Argumentieren. 

Nebeneffekte: Mit einem Einführungssatz und Aktivierungssatz haben Sie zugleich einen Elevator Pitch für Ihren Vortrag in 7 knackigen Sätzen. Sie können die Präsentation ohne Qualitätsverlust kurzfristig ändern. Kürzen zum Beispiel: vertiefende Argumente werden einfach weggelassen.

 Fragezeichen Sie wollen mehr darüber wissen?

Weitere Informationen zu Beratung, Präsentationsanalysen, Trainings unter
089 1273 9193 oder office@bs-praesentation.de

Setzen Sie rhetorische Wirkungsverstärker ein:

Es gibt jede Menge rhetorischer Mittel, um Vorträge wirkungsvoller zu machen.

Hier eine Auswahl der am  häufigsten verwendeten Wirkungsverstärker:     

Sie wollen für Ihre Ideen, Produkte, Leistungen gewinnen

Stellen Sie in Ihrer Argumentation den Nutzen für die Zielgruppe in den Vordergrund. Vorteile sind meist abstrakte Begriffe und bleiben nicht hängen, vermeiden Sie  Allerweltsbegriffe wie „effizient, innovativ“, die nichts Konkretes aussagen. Der Nutzen spricht Emotionen an, orientieren Sie sich an den 4 Marketing-P’s: Profit, Pleasure, Peace, Pride (Geld sparen/gewinnen, Spaß und Anregung, Sicherheit und Bequemlichkeit, Anerkennung und Bewunderung).   

Sie wollen Vertrauen aufbauen

Unterstreichen Sie Ihre Glaubwürdigkeit neben den üblichen  Expertisen und Referenzen mit Detailwissen. Damit sind nicht Produkt- und Leistungsdetails gemeint, sondern streuen Sie Details aus Ihrem persönlichen Wissen ein, was eben nur ein Profi und Experte wissen kann.  Hohen Glaubwürdigkeitsfaktor haben Projektbeispiele. Gehen Sie immer in ein oder zwei Punkten auf Bedenken Ihrer Zuhörer oder bereits bekannte Probleme Ihres Unternehmens oder Ihres Produktes ein. Dann wirken die Vorteile glaubwürdiger.   

Sie müssen Überzeugungsarbeit leisten

Skizzieren Sie Ihre Ideen und Lösungen in der Einführung lediglich, arbeiten Sie in Ihrer Argumentation Schritt für Schritt auf die Lösung hin und lassen Sie erst am Ende die Katze aus dem Sack. Auch hier wirken Praxisbeispiele: simulieren Sie die Entwicklung zum Ziel, also beim „Problem“ beginnen und den großen Bogen zum angepeilten Ziel herstellen. Es regt neue Denkweisen beim Hörer an, wenn er miterlebt, wie sich (s)ein Problem zum Guten verändern kann, Ihre Lösungskompetenz wird glaubhafter.   

Sie haben ein „langweiliges“ Thema

Es gibt keine langweiligen Themen, nur zu abstrakte Schilderungen. Unser Gehirn muss sich von Abstraktem erst ein „Bild“ machen, um zu verstehen. Der Referent hat einen großen Wissensvorsprung und sich längst ein Bild gemacht.  Erklären Sie komplexe, abstrakte Sachverhalte deshalb möglichst konkret anhand von Beispielen, beleuchten Sie lebendiges Umfeld oder lassen Menschen agieren.   

Sie wollen ein trockenes Thema spannender oder ein komplexes Thema verständlicher gestalten

Wenn Sie Fragen stellen, machen Sie Menschen neugieriger, regen sie zum Mitdenken an. Sie können zum Beispiel verschiedene Meinungen in den Raum stellen und ihnen nachgehen. Die Hörer wollen das Rätsel lösen und sind gespannt auf die Auflösung. Wissenslücken aufdecken und schließen: erst einige Informationen geben,die den Hörern fehlen, dann Fragen stellen oder Rätsel aufgeben oderauffordern etwas vorherzusagen (oder Zettel abgeben). So wird der Zuhörer interaktiv mit einbezogen und denkt mit.  Formulieren Sie die Kernaussagen als Fragen, beantworten Sie sie nach und nach und geben Sie jeweils eine kleine Zusammenfassung mit Einladung an das Publikum, Fragen zu stellen.   Stellen Sie sich nicht die Frage: “Welche Informationen muss ich vermitteln“, sondern: „Welche Fragen soll mein Publikum stellen?“Fragezeichen  Sie wollen mehr darüber wissen?

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PowerPoint ist - lernpsychologisch nachgewiesen - eine gute Sache, weil die meisten Menschen leichter verstehen, wenn sie hören und sehen.

Verwenden Sie PowerPoint nicht als „Dokumentation” Ihres Inhaltes.

 Wenn Sie Ihren Vortrag in PowerPoint erstellen, schreiben Sie automatisch den Vortragsinhalt auf die Folien. Sie konzentrieren sich auf die Foliengestaltung statt auf die Kommunikation mit dem Zuhörer. Die Wirkung von Aufzählungs- oder Bullet-Point-Folien: die Zuhörer sind zu viel mit Lesen und Entziffern beschäftigt, die Spannung verfliegt, der Kommunikationsfluss zwischen Redner und Publikum wird ständig unterbrochen, die Zuhörer ermüden und hören nicht mehr zu.

Der Profi-Designer Garr Reynolds propagierte vor einigen Jahren die „Verstärkung der Wirkung durch Vereinfachung” (lesen Sie hierzu auch diesen Beitrag).  Vereinfachung bedeutet hier, dass die Folie lediglich die wesentlichen Aussagen hervorhebt, eher unbewusst im Hintergrund wirkt. Die Zuhörer erfassen auf einen Blick, worum es geht, und verstehen auf Anhieb, die volle Aufmerksamkeit bleibt erhalten.

Im Wesentlichen gibt es drei gute Gründe, PowerPoint einzusetzen:

  • Hervorheben

Wesentliches, das hängen bleiben soll, visualisieren Sie durch Worte, Schlagworte, Bilder, Symbole, die Ihre Worte auf einen Blick veranschaulichen und einprägen. Hierzu gehören Aussagen, Personen, Begriffe, Dinge, Vergleiche. Setzen Sie diese Folien jedoch sparsam ein. Lassen Sie den Bildschirm auch mal weiß: das erzeugt Spannung („was kommt jetzt?”).

Zahlen werden anschaulicher und konkreter, wenn sie grafisch und vergleichend dargestellt werden (Diagramme). Die Aussage sollte auf einen Blick zu erfassen sein. Entfernen Sie deshalb alle Folienelemente, die nicht zur Aussage gehören beziehungsweise die Sie nicht besprechen.

  • Erklären

Komplexe Sachverhalte lassen sich mit visueller Unterstützung wesentlich leichter erklären und werden schneller verstanden. Bevorzugen Sie auch hier Grafiken wie zum Beispiel Ablaufdiagramme und bauen Sie die Grafik parallel zu Ihrem Vortrag auf.

  • Emotionen zeigen

Stimmungen, Befindlichkeiten, Reaktionen zeigen Sie mit Bildern, Fotos in Foliengröße, die die Aussagen treffend wieder geben.

Lesen Sie auch den Beitrag “Wesentliche Aussagen herauspicken und visualisieren”

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Das FlipChart ist nach wie vor ein sehr wirkungsvolles Medium vor kleinerem Publikum (> 20 Personen). Aus Trainings und Seminaren ist es nicht wegzudenken.

Macht es auch Sinn bei PowerPoint-Präsentationen?

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