37 Kurzvideos mit vielen Anwendungstipps für PowerPoint 2011 finden Sie auf dem YouTube-Kanal von Konrad Rennert. Themen sind zum Beispiel der Umgang mit Grafiken, Bildbearbeitung, Zeichnungsobjekte, Audio, Diagramme, Multimedia, Makros, Informationen verbinden und so weiter. Eine Zusammenstellung der Themen mit den Links sehen Sie hier.

Einen komplexen Sachverhalt auf den Punkt bringen und witzig-tiefgründig visualisieren ist eine Kunst.

Da hat man eine Superidee, zur Umsetzung jedoch nicht die Mittel: PowerPoint bringts nicht, Bilder und Clips aus dem Web passen nicht so richtig. Auf den visuellen Aha-Effekt muss man verzichten. Selbst zeichnen müsste man können!

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Lassen Sie einfach zeichnen. Ist zwar nicht ganz billig, für wichtige Vorträge oder Vorträge, die immer wieder gehalten werden, lohnt sich der Aufwand. Schon eine zentrale Folie bringt eine tolle Wirkung, der Aha-Effekt ist weitaus größer als bei Fotos und Standard-Clips. Schauen Sie mal vorbei bei SkizzBizz, Andreas Gerhardt. Die zahlreichen Beispiele machen Lust. (Die Zeichung hier ist nicht von Herrn Gerhardt)

Keine Ente, sondern wahr: die von dem Rhetoriktrainer Matthias Pöhm gegründete Partei schaffte die Zulassung zu den Herbstwahlen im Kanton Zürich. Dazu waren 400 Unterschriften erforderlich, 800 konnte die Minipartei, APPP abgekürzt, sammeln. Ziel der Partei ist, gegen langweilige PowerPoint-Präsentationen vorzugehen. Ziemlich unwahrscheinlich, dass Powerpoint genug Wähler so reizt, dass sie der Partei ihre Stimme geben, um die 3 % Hürde zu schaffen.

  • Geschickte Werbekampagne von Matthias Pöhm - für Matthias Pöhm!

Als Lösung für das PowerPoint-Problem nennt Matthias Pöhm das Flipchart.

In der Tat, Flipchart-Vorträge gelten als persönlicher und lebhafter. Automatisch macht der Referent sich viel mehr Gedanken, wie er sein Thema vermitteln könnte und was er auf das Flipchart zeichnen wird. Er konzentriert sich eher auf die wesentlichen Aussagen und wird konkreter und verständlicher. Nicht das Flipchart ist das Geheimnis, sondern die andere Herangehensweise.

Nur - in der Praxis überwiegen auch hier: Aufzählungen, unleserliche Schriften, Kritzeleien oder unsystematische Aufteilungen, so dass nichts mehr zu erkennen ist, eben eine Mischung aus unwirksamem Vortragsaufbau, mangelnder Prägnanz beim Zeichnen und nicht gekonnter Kombination von Rhetorik und visueller Darstellung.

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Matthias Pöhm zeigt zwei Videos und präsentiert seinen Umgang mit dem Flipchart. Das sieht so einfach und leicht aus, ist es jedoch nicht. Dazu muss erst mal die Kernaussage da sein, der Aufbau der Rede geschaffen, die Rhetorik geübt und dazu die Zeichnung so prägnant gelingen.  

Bei Matthias Pöhm wirkt das natürlich toll - klar, er macht ja nichts anderes.

Die meisten Referenten halten nur gelegentlich Vorträge, ihre Kernkompetenz ist oft weit davon entfernt. Zeit ist auch knapp, da werden Präsentationen erst in den letzten Tagen “hingeschustert” oder von jemand gemacht, der keinerlei Bezug zum Inhalt hat. Ein fulminanter Flipchart-Vortrag braucht in der Regel wesentlich mehr Vorbereitung, mehr Training, stimmigeres Zusammenwirken der Faktoren: mit PP geht es immer irgendwie, mit Flipchart gerät ein Vortrag schnell unbeholfen und “mickrig”.

Es wird nun schon so lange gegen PP gewettert, Hunderte von Büchern, Tausende von Seminaren und Beratungsstunden haben es nicht geschafft, die Einstellung zu PP zu ändern. Immer noch beherrschen überfrachtete Layouts (gerade große Unternehmen rücken nicht davon ab - hat ja auch so viel gekostet), Bullet Points, Aufzählen, überladene, unleserliche, den Referenten knebelnde PowerPoints die Präsentationslandschaft.

Immer noch sind gefühlte - oder tatsächliche - 98,5 % der Präsentationen die langweilige Machart. In den letzten 5 Jahren hat sich nur sehr wenig geändert. Und da soll das gute, alte Flipchart, das viel höhere Ansprüche an das Präsentations-Knowhow und die Vorbereitung stellt,  eine Revolution bewirken?

Ich würde es mir wünschen - und Matthias Pöhm ein paar Sitze im Kantonsrat Zürich !

Sein Buch Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon” ist nach wie vor sehr empfehlenswert, Pflichtlektüre für alle Präsentierer. Es gibt eine neue Auflage (2011), bei älteren Auflagen finden Sie mehr Rezensionen. Es ist keine Anleitung für die Gestaltung von Präsentationen, beeinflusst die Einstellung zur Gestaltung von Präsentationen ganz erheblich und schärft den Blick für das Wesentliche.

Endlich nimmt die deutsche Wissenschaft den PowerPoint-Vortrag unter die Lupe. Bisher konnten wir nur auf  US-Forschungsergebnisse wie zum Beispiel von Richard E. Mayer und Swellers über den Einsatz von Multimedia zurückgreifen. Wissenschaftler der Universität Rostock, unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nieke, haben jahrelang beobachtet, dass nach PowerPoint-Vorträgen am wenigsten hängen bleibt. Zu viele Effekte, Animationen lenken die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Form um. Bei Vorträgen mit Overhead-Projektor oder ohne visuelle Untermalung sei der Lerneffekt wesentlich besser. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um die Ergebnisse wissenschaftlich verwerten zu können.

Lesen Sie dazu die Pressemeldung der Universität Rostock.

Auch in der Wirtschaft wird PowerPoint heftig kritisiert. Auch hier sollen Hörer “lernen”, Referenten wollen mit ihren Vorträgen etwas bewirken, motivieren und anregen, Inhalte sollen sich einprägen und nachhaltig an den Referenten und seine Ideen und Ziele erinnern.

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Die Ursachen für den “Death by PowerPoint” sind bekannt: mit Inhalten überladene Folien.

Zu überladenen Folien kommt es, wenn - wie üblich - der Vortrag in PowerPoint ausgearbeitet wird. Dann steht nämlich der Vortragsinhalt auf den Folien, es kommt zur Überfrachtung und Redundanz von gesprochenem und geschriebenem Wort. Beides wird dem Publikum synchron serviert, es wechselt zwischen Lesen und Hören (”Lesezwang vor Zuhörzwang”). Zudem liest es Inhalte, über die der Referent noch gar nicht spricht - das kostet Spannung, er hechelt dem Informationsstand des Publikums hinterher. 

Das alles zusammen ist der Garant für die schnelle Ermüdung und das Abschalten des Publikums, die amerikanischen Forschungsergebnisse bestätigen die Beobachtungen in der Praxis.

Jedoch:  

Für diese Wirkung ist nicht PowerPoint verantwortlich, sondern die unsachgemäße Verwendung dieses Visualisierungsmediums als Dokumentation des Vortrags. Denn PowerPoint sind nur weiße Blätter.

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Lesen Sie zur Studie auch den ausführlichen, kritischen und sehr treffenden Beitrag im Lehrerfreund

Eine Anmerkung: Der Verfasser (nicht genannt) meint,

  • das Redundanzprinzip gelte nur für hoch komplexe Vorträge,
  • der wahre Grund für die Studienergebnisse sind schlechte Präsentations-Angewohnheiten

1. Die Redundanzregel gilt für alle Vorträge mit Visualisierung, gleich ob einfach oder komplex, ob mit PowerPoint, Overhead, Flipchart und dergleichen. Gerade bei Alltagsthemen kicken langweilige Textfolien den Referenten ganz schnell aus dem Geschehen. Hier ist Vortragen ohne PP die bessere Wahl. PowerPoint wird zum Störfaktor, wenn es den Kommunikationsfluss stört, es darf nur im Hintergrund wirken, zum Beispiel durch Bilder. Im übrigen werden Vorträge von den Zuhörern immer als komplexer empfunden als vom Referenten, weil ein beträchtlicher Wissensunterschied besteht und die meist abstrakten und zu wenig konkreten (anschaulichen) Schilderungen vom Gehirn erst konkretisiert werden müssen.

2. Die genannten schlechten Angewohnheiten sind lediglich ein Synonym für das Redundanzprinzip beziehungsweise die Folgen dieses Präsentationsstils. ++

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Zurück zum guten alten Overhead-Projektor?

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Sein Flair ist doch etwas vorsintflutlich, wer will schon zum umständlichen Nesteln und Schieben der Folien zurück?

Was unterscheidet eigentlich einen Overhead-Vortrag von einem PowerPoint-Vortrag?

Der Unterschied liegt vor allem in der Vorbereitung, genau wie bei Vorträgen mit Flipchart oder Whiteboards: auf die Folien passt nicht so viel und die Referenten machen sich automatisch zuerst Gedanken darüber, was sie und wie sie es vermitteln wollen.  Bei den Folieninhalten beschränken sie sich eher auf das Wesentliche (leider sind auch auch Overhead-Folien oft zu überladen, zu komplex und/oder unleserlich). Im Vortrag sprechen die Referenten beim Zeigen und Bearbeiten der Folien mehr mit dem Publikum.

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Wie erreichen Sie die bestmögliche Wirkung mit einem PowerPoint-Vortrag?

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1. Schritt

Machen Sie immer zuerst das Konzept für Ihren Vortrag (Ziele, Zweck, welche Probleme will ich lösen bzw. Fragen beantworten) und legen Sie die Struktur und Ihre wesentlichen Aussagen fest. Stellen Sie sich dazu Ihre typischen Zuhörer vor und versetzen Sie sich in ihre Denkweise und wie sie ans Thema herangehen könnten.

2. Schritt

Erst wenn Sie dieses Konzept haben, nehmen Sie sich PowerPoint vor und überlegen, was Sie visualisieren wollen. Visualisieren heißt, dass Sie Ihre Ausführungen anschaulicher und konkreter machen, dass Ihr Zuhörer ein Bild mitnimmt. Bilder bleiben mehr als Worte haften, deshalb ist Visualisierung äußerst nützlich. Setzen Sie Folien nur zum Hervorheben, Erklären und für die rechte Gehirnhälfte (Emotionen) ein. Auf die Folien gehören die wesentlichen Aussagen, die der Zuhörer mitnehmen soll (gewöhnlich steht die ganze Argumentation da).

Hervorheben: der Akzent soll auf einen Blick wahrnehmbar sein, der Folieninhalt wirkt eher unbewusst im Hintergrund. Keine Sätze (= kein Lesestoff für Zuhörer), nur Schlagworte, wenn möglich Bilder/Grafiken. Setzen Sie keine Argumente auf die Folie, sondern nur die Botschaft, die hängen bleiben soll.

Erklären: verwenden Sie dazu möglichst Grafiken und bauen Sie sie schrittweise, immer synchron zum Vortrag, auf.

Emotion: Stimmungen, Probleme, Menschen, Orte lassen sich viel eindringlicher durch Bilder, Sachverhalte in Grafiken zeigen. Bilder sichern auch die Balance zwischen Spannung und Anspannung.

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Resümee: ein wissenschaftlicher “Beleg” für die ineffiziente und negative Wirkung der herrschenden Verwendung von PowerPoint ist lange überfällig und kann beitragen, den Umgang mit PowerPoint und die vorherrschende Präsentationskultur zu revolutionieren. Die Alternative des nach den Prinzipien der Visualisierung und Kommunikation (siehe unten) erstellten PowerPoint-Vortrages darf in der Untersuchung jedoch keinesfalls fehlen.

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Die 6 Prinzipien erfolgreicher Kommunikation

Erfolgreiche Vorträge sind nicht nur Vermittlung von Wissen, sondern in erster Linie Kommunikation von Mensch zu Mensch. 2 Wissenschaftler aus den USA haben festgestellt, dass jede Art erfolgreicher Kommunikation immer auf 6 Prinzipien basiert:

  • wesentlich d.h. die wesentlichen Aussagen, die Kernbotschaft wird einprägsam vermittelt - der übliche aufzählende Präsentationsstil erreicht dieses Ziel nicht (wir merken uns nur ca. 10 - 15 % eines Vortrages)
  • konkret d.h. abstrakte Schilderungen sind zu konkretisieren. Neue, abstrakte Informationen werden besser vom Gehirn verarbeitet, wenn sie in einen konkreten Kontext, ein “Bild”,  gesetzt werden oder Menschen darin agieren.
  • emotional ein weites Feld, nur ein Beispiel: den Vortrag auf der Gedankenwelt, der Wortwahl des Publikums aufbauen, um es einzubeziehen und anzusprechen
  • interessant zum Beispiel unerwartete Wendungen  
  • glaubwürdig
  • Geschichten Menschen lassen sich eher von Geschichten als von Daten und Fakten fesseln

Erforscht haben dies 2 Brüder, Chip und Dan Heath. Chip Heath ist Professor für Organizational Behaviour an der Graduate School of Business der Stanford University. Dan Heath ist Unternehmensberater und an der Harvard Business School wissenschaftlich tätig. Nachzulesen ist alles im empfehlenswerten Buch “Was bleibt”, Hanser-Verlag. 

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Die 5  wichtigsten Visualisierungsprinzipien (nach Prof. Dr. Richard Mayer, University of California):

Visualisierungsprinzipien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss noch ein paar weniger ernste Betrachtungen zum Thema

PowerPoint ist - lernpsychologisch nachgewiesen - eine gute Sache, weil die meisten Menschen leichter verstehen, wenn sie hören und sehen.

Verwenden Sie PowerPoint nicht als „Dokumentation” Ihres Inhaltes.

 Wenn Sie Ihren Vortrag in PowerPoint erstellen, schreiben Sie automatisch den Vortragsinhalt auf die Folien. Sie konzentrieren sich auf die Foliengestaltung statt auf die Kommunikation mit dem Zuhörer. Die Wirkung von Aufzählungs- oder Bullet-Point-Folien: die Zuhörer sind zu viel mit Lesen und Entziffern beschäftigt, die Spannung verfliegt, der Kommunikationsfluss zwischen Redner und Publikum wird ständig unterbrochen, die Zuhörer ermüden und hören nicht mehr zu.

Der Profi-Designer Garr Reynolds propagierte vor einigen Jahren die „Verstärkung der Wirkung durch Vereinfachung” (lesen Sie hierzu auch diesen Beitrag).  Vereinfachung bedeutet hier, dass die Folie lediglich die wesentlichen Aussagen hervorhebt, eher unbewusst im Hintergrund wirkt. Die Zuhörer erfassen auf einen Blick, worum es geht, und verstehen auf Anhieb, die volle Aufmerksamkeit bleibt erhalten.

Im Wesentlichen gibt es drei gute Gründe, PowerPoint einzusetzen:

  • Hervorheben

Wesentliches, das hängen bleiben soll, visualisieren Sie durch Worte, Schlagworte, Bilder, Symbole, die Ihre Worte auf einen Blick veranschaulichen und einprägen. Hierzu gehören Aussagen, Personen, Begriffe, Dinge, Vergleiche. Setzen Sie diese Folien jedoch sparsam ein. Lassen Sie den Bildschirm auch mal weiß: das erzeugt Spannung („was kommt jetzt?”).

Zahlen werden anschaulicher und konkreter, wenn sie grafisch und vergleichend dargestellt werden (Diagramme). Die Aussage sollte auf einen Blick zu erfassen sein. Entfernen Sie deshalb alle Folienelemente, die nicht zur Aussage gehören beziehungsweise die Sie nicht besprechen.

  • Erklären

Komplexe Sachverhalte lassen sich mit visueller Unterstützung wesentlich leichter erklären und werden schneller verstanden. Bevorzugen Sie auch hier Grafiken wie zum Beispiel Ablaufdiagramme und bauen Sie die Grafik parallel zu Ihrem Vortrag auf.

  • Emotionen zeigen

Stimmungen, Befindlichkeiten, Reaktionen zeigen Sie mit Bildern, Fotos in Foliengröße, die die Aussagen treffend wieder geben.

Lesen Sie auch den Beitrag “Wesentliche Aussagen herauspicken und visualisieren”

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Weitere Informationen zu Beratung, Präsentationsanalysen, Trainings unter
089 1273 9193 oder office@bs-praesentation.de

PowerPoint-Folien machen nur Sinn, wenn sie ihren Zweck erfüllen:

  • als Vortragsfolien die Ausführungen des Referenten unterstützen
  • als Handout die Aussagen des Referenten in Erinnerung rufen
  • als Online-Präsentation einen aussagekräftigen Überblick geben

Werden PowerPoint-Folien zugleich als Vortragsfolien und Handout genutzt, sind sie normalerweise als Handout zu wenig selbsterklärend und als Vortragsfolien bieten sie zu viel Lesestoff für die Zuhörer mit allen negativen Auswirkungen. Um eine Anpassung kommen Sie meist nicht herum, wenn Handout und Vortragsfolien ihren Zweck erfüllen sollen.

Es gilt jedoch: Je besser die Vortragsfolien Ihre wesentlichen Aussagen vermitteln, desto weniger Anpassung brauchen Sie!

Den ganzen Beitrag lesen…

„Die flashigen Präsentationen des ungarischen Startups dürften in Kürze bei vielen Konferenzen und Meetings auftauchen und selbst dem schlechtesten Vortrag noch einen Hauch Glamour verleihen.”
So und ähnlich konnte man letztes Jahr vielerorts lesen, als PREZI auftauchte und als Retter aus der PowerPoint-Langeweile bejubelt wurde.

Um es vorweg zu nehmen:
der Retter aus der PowerPoint-Bedrängnis ist Prezi nicht. Wer vorher mit PowerPoint nicht glücklich war, landet mit Prezi im Chaos. Aus einem “schlechtesten” Vortrag macht Prezi garantiert keinen glamourösen!

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  • PowerPoint-Folien sind oft viel zu beschreibend und wie eine Dokumentation zum Lesen aufgebaut. In der Präsentation ist es jedoch wirkungsvoller und nachhaltiger, auf den Punkt zu kommen und die wesentliche Aussage der jeweiligen Argumentation zu visualisieren.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Teilnehmer einer Präsentation und sehen folgende Folie:

 Ablage-Volumenvergleich

Stellen Sie sich auch den Referenten dazu vor, der alles nacheinander erklären wird, was auf der Folie steht. Dabei kommt nicht nachhaltig genug herüber, was er jetzt wirklich bezwecken will (der Referent will sein Festplattensystem verkaufen und diese Folie gehört zur Verkaufsargumentation).

Was ist die wesentliche Aussage dieser Folie, die der Zuhörer auf einen Blick erfassen können sollte?

Die wesentliche Aussage ist hier die Platzersparnis durch dieses Produkt im Vergleich zu herkömmlichen Archivierungsmethoden.

Die optimierte Folie stellt genau dieses (Verkaufs-)Argument in den Blickpunkt. Der Nutzen für den Kunden - die Platzersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Archivierungssystemen -  ist auf einen Blick erkennbar:

Ablage-Vergleich opt

Sie können jetzt diese Folie parallel zu Ihrer Argumentation Schritt für Schritt aufbauen und Ihr Verkaufsargument “Platzersparnis” in den Mittelpunkt stellen.

Sie könnten diese Folie noch wesentlich reduzieren und nur die Regalmeter (also die Zahlen) miteinander vergleich. Die Ordnerwand ist dazu nicht erforderlich. Denken Sie an Präsentationsgenie Guy Kawasaki, der mit nichts mehr als weißen Zahlen auf schwarzem Grund einen Riesen-Erfolg hatte. PowerPoints, die sich aufs Wesentliche beschränken, geben dem Redner mehr Raum zur Entfaltung!